Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

für Dienstleistungen und digitale Produkte der Clesle GmbH,
Matthias Clesle, Ellmenegg 4, 79862 Höchenschwand
E-Mail: info@matthiasclesle.com
(nachfolgend „Auftragnehmer“) gegenüber seinen Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“)

0. Einleitung

0.1 Diese AGB gelten für alle Verträge über Dienstleistungen und digitale Produkte der Clesle GmbH im Bereich Führung, Kommunikation und Weiterbildung.
0.2 Sie bestehen aus drei Modulen:
• Modul 1 – Dienstleistungen und Beratung
• Modul 2 – Digitale Produkte
• Modul 3 – Gemeinsame Bestimmungen
0.3 Je nach Angebot gelten die entsprechenden Module; bei kombinierten Leistungen alle gemeinsam.
0.4 Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB) als auch gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB). Für Verbraucher gelten ergänzend die ausdrücklich als solche gekennzeichneten Bestimmungen (z. B. Widerrufsrecht, Gerichtsstand, Zustimmung zu Änderungen).

Modul 1 – Dienstleistungen und Beratung

1. Leistungsumfang und Mitwirkung
1.1 Der Auftragnehmer erbringt Trainings, Coachings, Workshops, Vorträge und Beratungen in Präsenz, online oder hybrid.
1.2 Umfang, Inhalte und Ziele werden individuell vereinbart; der Auftragnehmer handelt eigenverantwortlich und sorgfältig.
1.3 Der Auftraggeber stellt alle erforderlichen Informationen und Ansprechpartner rechtzeitig bereit; Verzögerungen können Fristen und Kosten beeinflussen.

2. Vergütung, Stornierung und höhere Gewalt
2.1 Honorare werden individuell vereinbart und sind, sofern nicht anders geregelt, vor Leistungsbeginn fällig.
2.2 Stornierungen:
• bis 30 Tage vor Termin → Anzahlung verbleibt beim Auftragnehmer
• bis 10 Tage vor Termin → 50 % des Honorars
• danach → 100 %
Kündigungen bedürfen der Textform (§ 126b BGB).
2.3 Bei Krankheit oder unvorhergesehenen Umständen kann der Auftragnehmer Ersatztermine oder -referenten benennen; Schadensersatz ist ausgeschlossen.
2.4 Höhere Gewalt: Ereignisse außerhalb des Einflusses der Parteien (z. B. Naturkatastrophen, Pandemien, behördliche Verbote) befreien beide Seiten von ihren Pflichten. Dauert die Unmöglichkeit länger als sechs Wochen und kann keine Ersatzleistung angeboten werden, erfolgt eine anteilige Rückerstattung bereits gezahlter Vergütung.

3. Individuelle Konzepte und Unterlagen
3.1 Werden individuelle Konzepte, Leitfäden, Schulungsunterlagen oder Videos erstellt, gilt Werkvertragsrecht (§§ 631 ff. BGB).
3.2 Das Werk gilt als abgenommen, wenn der Auftraggeber es nutzt oder nicht binnen 10 Arbeitstagen Mängel rügt.
3.3 Geringfügige Abweichungen gelten nicht als Mangel; der Auftragnehmer darf nachbessern oder Ersatz leisten.
3.4 Mit vollständiger Zahlung erhält der Auftraggeber ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur internen Verwendung. Weitergabe oder Veröffentlichung nur mit Zustimmung.
3.5 Exklusive Rechte werden nur bei gesonderter Vereinbarung und zusätzlicher Vergütung übertragen.

Modul 2 – Digitale Produkte

4. Leistungsumfang und Nutzung
4.1 Dieses Modul gilt für E-Learnings, Online-Kurse, Webinare und Downloads. Leistungsumfang und Preis ergeben sich aus dem Angebot.
4.2 Der Auftraggeber sorgt für die technische Voraussetzung (Internet, Browser, Hardware). Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Auftragnehmers begründen keinen Anspruch auf Rückerstattung oder Schadensersatz.
4.3 Mit Zahlung erhält der Auftraggeber ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur eigenen Weiterbildung. Weitergabe, Veröffentlichung oder Zugangsdaten-Sharing sind untersagt.

5. Widerruf und kostenlose Inhalte
(nur für Verbraucher) 5.1 Verbraucher haben ein Widerrufsrecht gemäß § 355 BGB; die Belehrung erfolgt im Buchungsprozess.
(nur für Verbraucher) 5.2 Das Widerrufsrecht erlischt nach § 356 Abs. 5 BGB, sobald die Nutzung digitaler Inhalte mit ausdrücklicher Zustimmung begonnen hat.
5.3 Kostenlose Inhalte („Freebies“) werden freiwillig und ohne Gewähr bereitgestellt; kein Anspruch auf Verfügbarkeit oder Fortführung. Nutzung nur für den Eigengebrauch.

Modul 3 – Gemeinsame Bestimmungen


6. Vertrag, Eigentum und Datenschutz
6.1 Der Vertrag kommt durch Annahme eines Angebots oder schriftliche Bestätigung zustande.
6.2 Gelieferte Produkte bleiben bis zur vollständigen Zahlung Eigentum des Auftragnehmers; Nutzungsrechte gehen erst danach über.
6.3 Der Auftragnehmer kann geeignete Subunternehmer einsetzen.
6.4 Beide Parteien wahren Vertraulichkeit über nicht öffentliche Informationen.
6.5 Personenbezogene Daten werden ausschließlich zur Vertragserfüllung gemäß DSGVO verarbeitet; Details in der Datenschutzerklärung.

7. Haftung
7.1 Der Auftragnehmer haftet unbegrenzt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Ein bestimmter wirtschaftlicher oder persönlicher Erfolg wird nicht geschuldet.
7.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur für vorhersehbare, vertragstypische Schäden; Haftung für mittelbare Schäden oder Folgeschäden ist ausgeschlossen.

8. Künstliche Intelligenz, Aufzeichnungen und Referenzen
8.1 Der Auftragnehmer kann KI-gestützte Systeme einsetzen; diese dienen der Qualitätsverbesserung und ersetzen keine persönliche Entscheidung.
8.2 Online-Trainings dürfen zu Qualitätszwecken aufgezeichnet werden. Veröffentlichung personenbezogener Inhalte erfolgt nur mit Einwilligung; anonymisierte Ausschnitte dürfen zu Lehr- oder Marketingzwecken genutzt werden.
8.3 Der Auftragnehmer darf Namen, Logo und eine allgemeine Projektbeschreibung als Referenz verwenden; der Auftraggeber kann dem mit Wirkung für die Zukunft widersprechen.

9. Änderungen, Textform und Gerichtsstand
9.1 Der Auftragnehmer kann diese AGB aus sachlichen Gründen (z. B. Gesetzes- oder Technikänderungen) anpassen. Auftraggeber werden mindestens zwei Wochen vor Inkrafttreten informiert; bei Verbrauchern nur mit ausdrücklicher Zustimmung.
9.2 Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform; dies gilt auch für ihre Aufhebung.
9.3 Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG); Vertragssprache ist Deutsch.
9.4 Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen berührt die Wirksamkeit der übrigen nicht.
9.5 Gerichtsstand ist – soweit zulässig – das für den Sitz der Clesle GmbH zuständige Gericht. Für Verbraucher gilt der gesetzliche Gerichtsstand.
9.6 ODR-Plattform: https://ec.europa.eu/consumers/odr; keine Teilnahme an Verbraucherschlichtung.